Steuerliche Vorteile

Steuervorteile durch Zuwendungen an gemeinnützige Einrichtungen  (Stiften + Spenden)

  • 1.  Steuervorteile für Privatpersonen

Durch Zuwendungen an gemeinnützige Einrichtungen wie die Bürgerstiftung Nidderau, können Sie Ihre Einkommensteuerlast mindern. Je nach Höhe des persönlichen Grenzsteuersatzes (Einkommensteuer + Soli-Zuschlag + Kirchensteuer), kann der Steuervorteil bis zu 51,52% der Zuwendung betragen. Ihren persönlichen Grenzsteuersatz erfahren Sie von Ihrem Steuerberater oder können diesen an Hand Ihres letzten Steuerbescheides ermitteln. Grenzsteuersatzrechner finden Sie auch beim "googeln" im Internet.

Ein Alleinstehender mit einem zu versteuernden Einkommen (siehe Einkommensteuerbescheid) von ca. 50.000 € unterliegt einer Grenzsteuerbelastung von ca. 40% (ESt. + Soli + KiSt)

Beispiel:   Zuwendung     3.000 €

              Grenzsteuersatz auf 3.000 € = 40%  (ESt., Solz + KiSt)

              Steuerersparnis =   1.200 €

              Eigenbelastung netto = 1.800 €

Im Beispielfall verbleibt es nach Steuern bei einer Eigenbelastung von 1.800 €. Bei dem Zuwendungsempfänger, hier der Bürgerstiftung Nidderau, kommen jedoch 3.000 € an.

Die Zuwendung kann im Jahr der Zahlung steuerlich geltend gemacht und in bestimmten Fällen über mehrere Jahre verteilt werden.

Spenden (§ 10b Abs. 1 EStG)

Spenden sind freiwillige Leistungen ohne Anspruch auf Gegenleistung. Spenden an eine als gemeinnützig anerkannte Körperschaft wie Vereine und Stiftungen, können steuermindernd als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Der Spendenhöchstbetrag im Kalenderjahr beträgt 20% des Gesamtbetrages der Einkünfte. Den Gesamtbetrag der Einkünfte erfahren Sie aus Ihrem letzten Steuerbescheid oder von Ihrem Steuerberater. Der Gesamtbetrag der Einkünfte kann jährlich abweichend sein.

Beispiel:     Gesamtbetrag der Einkünfte = 60.000 €

                Spendenhöchstbetrag = 20% = 12.000 €

Im  Beispielfall können Spenden bis zu einem Gesamtbetrag von 12.000 € als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden.

Übersteigen die Spenden diesen Höchstbetrag, kann der übersteigende Betrag in den folgenden Jahren (im Rahmen des Höchstbetrages) steuermindernd als Sonderausgabe geltend gemacht werden (vergl. § 10b Abs. 1 S. 9 EStG). Steuervorteile gehen damit auch bei höheren Spenden nicht verloren.

Stiften (Gründungs- / Zustiftungen)

Unabhängig von den Spendenhöchstbeträgen können Zahlungen in den Vermögensstock einer Stiftung (Stiften + Zustiftungen) bis zu einer Million Euro innerhalb eines Zehnjahreszeitraum steuermindernd geltend gemacht werden (vergl. § 10b Abs. 1a EStG). Der Abzugsbetrag kann über den Zehnjahreszeitraum steueroptimiert verteilt werden. Bei Ehegatten steht der Stiftungshöchstbetrag jedem einzeln zu, so dass per Saldo maximal zwei Millionen Euro steuermindernd zugewendet werden können.

Ererbtes weiter stiften!

Innerhalb von 24 Monaten nach dem Erbfall haben Sie Gelegenheit, Ererbtes weiter zu stiften. Bei Zuführung an eine gemeinnützige Stiftung wie der Bürgerstiftung Nidderau, entfällt die Erbschaftsteuer auf das gestiftete Vermögen. Eine gleichzeitige Inanspruchnahme des Sonderausgabenabzugs bei der Einkommensteuer ist dann jedoch nicht möglich (§ 13 Abs. 1 Nr. 16b ErbStG).

  • 2.  Steuervorteile für Unternehmer / Unternehmen

Durch Zuwendungen an gemeinnützige Einrichtungen, wie der Bürgerstiftung Nidderau können auch Unternehmer/Unternehmen ihre Steuerlast mindern. Steuerminderungen erfolgen je nach Einzelfall bei der Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Erbschaftsteuer. Der jährliche (Veranlagungszeitraum) Spendenhöchstbetrag beträgt bei Unternehmen 4 Promille des Jahresumsatzes zuzüglich der aufgewendeten Löhne in einem Kalenderjahr (§ 10b Abs. 1 EStG). Der Regelungen für Privatpersonen im Bereich Stiften + Zustiften gelten auch für Unternehmer und Unternehmen, soweit es sich nicht um Kapitalgesellschaften handelt. Die Zehnjahresregelung gilt auch für die Gewerbesteuer.

 

Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung. Konkrete Details besprechen Sie mit dem Steuerberater Ihres Vertrauens.

 

Übersichtstabelle zu den Grenzsteuersätzen (ohne Gewähr)

Grenzsteuersatz = Steuerbelastung auf die letzten 100 € Einkommen

  Alleinstehend   Verheiratet / Splittingtarif
zu versteuerndes Einkommen Steuer+Solz Grenzsteuersatz Steuer+Solz Grenzsteuersatz
20.000 € 2.850 € 28% 630 € 17%
24.000 € 4.025 € 30% 1.410 € 21%
28.000 € 5.279 € 32% 2.407 € 24%
32.000 € 6.610 € 34% 3.500 € 26%
36.000 € 8.017 € 36% 4.851 € 27%
40.000 € 9.502 € 38% 5.699 € 28%
44.000 € 11.065 € 40% 6.855 € 29%
50.000 € 13.554 € 42% 8.664 € 30%
55.000 € 15.749 € 44% 10.234 € 32%
60.000 € 17.965 € 44% 11.869 € 33%
65.000 € 20.180 € 44% 13.563 € 34%
70.000 € 22.396 € 44% 14.956 € 35%
75.000 € 24.501 € 44% 17.131 € 36%
80.000 € 26.827 € 44% 19.005 € 38%
85.000 € 29.042 € 44% 20.940 € 39%
90.000 € 31.258 € 44% 22.936 € 40%
95.000 € 33.473 € 44% 24.991 € 41%
100.000 € 35.689 € 44% 27.107 € 42%
110.000 € 40.120 € 44% 31.498 € 44%
260.000 € 106.878 € 47% 97.963 € 44%
600.000 € 268.293 € 47% 251.736 € 47%
         
 

Grenzsteuersatz: ungefähre Angabe inkl. Soli-Zuschlag ohne Kirchensteuer! - Steuertabelle 2010

Alle Angaben ohne Gewähr!

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