12.05.2018 Grenzsteinwanderung Krebsbachweg

BÜRGERSTIFTUNG NIDDERAU, AUF DEN SPUREN HISTORISCHER GRENZSTEINE

Kennen Sie den Krebsbachweg?? Wenn nicht, dann empfehlen wir Ihnen diesen zu erkunden.

Am Ortsausgang von Erbstadt bei der Anglerhütte beginnt der Weg wenige Meter jenseits des Krebsbachs in Richtung Heldenbergen. Parkplätze stehen begrenzt an der Anglerhütte zur Verfügung.

Es war ein besonderes Erlebnis auf Einladung der beiden Grenzsteinobleute Michael Rehrauer und Bernd Siebel an die Bürgerstiftung Nidderau, auf der historischen Grenzsteinroute entlang zur Hainmühle dieses wunderbare Naturstück zu erleben.

Anno 1781 wurde die Grenze zwischen dem zum „Hochfürstlich Hessen Casselischen Hause Naumburg“ gehö-renden Ort Erbstadt und den „Kaiserlich Frei Reichsburg Friedbergischen“ Ortschaften Kaichen und Heldenber-gen in beiderseitigem Vernehmen reguliert. Die Leitung hatte der „Fürst Ysenburg-Birsteiner Amtsregistrator und Wegekommissar E.N.Budden“.

Zur Geschichte:
1558 hatte Graf Philipp III. von Hanau die Patronatsrechte über das Kloster Naumburg erworben. Das Kloster Naumburg ging dann als Pfand 1643 an Hessen-Kassel. Nach Aussterben der Grafen von Hanau erhielt 1736 Wilhelm VIII von Hessen-Kassel die Grafschaft Hanau. Sein Wappen war der Hessische Löwe. Prinz Georg von Hessen-Kassel kaufte die Anlage und errichtete 1750-1754 ein Jagdschloss. 1866 fiel die Naumburg an Preußen.

Es handelt sich also um eine sehr geschichtsträchtige Gegend entlang des Krebsbachwegs, der noch heute eine Grenze zwischen dem Main-Kinzig-Kreis und dem Wetterau-Kreis ist. Ein kleiner Bach, aber nicht unbedeutend und dazu noch in einer schönen Naturlandschaft.

Vorbei an historischen Grenzsteinen und etwa 300 Millionen Jahre alten Steinbrüchen gelangt man zunächst zur Hainmühle, die heute in privatem Besitz und gut erhalten ist. Von dort gelangt man über einen Rundwanderweg zurück zur Anglerhütte in Erbstadt.

Für die beiden Grenzsteinobleute Michael Rehrauer und Bernd Siebel, die die kleine Abordnung der Bürgerstif-tung Nidderau mit viel Engagement und umfangreichem Wissen führten, gab es ein großes Lob und Danke-schön. Nicht zu vergessen die überraschende Versorgung mit kühlen Getränken und kleinen Leckereien an der Hainmühle durch H. Rehrauer.

Übrigens übernehmen die beiden Grenzsteinobleute diese Tätigkeit ehrenamtlich in Hessen und speziell in unse-rer Gegend. Sie setzen sich für den Schutz, das Bewahren und Präsentieren historischer Grenzsteine und Ver-messungsmarken, sowie ähnlicher Kleindenkmale, ein.

Hierunter fallen u.a. Beteiligung an: Sicherungs-, Wiederherstellungs- und Restaurierungsmaßnahmen an histori-schen Grenzmalen, Aufbau von Dokumentationen Erfassung und Nachweis, Durchführung von Grenzsteinwan-derungen http://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/.

Grenzsteine sind stumme Zeugen unserer regionalen Geschichte.

Diese wertvolle ehrenamtliche Arbeit der beiden Grenzsteinobleute, die die erfolgreiche Arbeit des verstorbenen Günter Vollbrecht fortsetzen, unterstützt die Bürgerstiftung Nidderau sehr gerne und hat zur Deckung anfallender Kosten 500€ gespendet.

Wenn Sie dieser kurze Einblick in eine erlebnisreiche Wanderung auf den Spuren historischer Grenzsteine
entlang des Krebsbachwegs neugierig gemacht hat, dann können sie mit den Obleuten per mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! in Verbindung treten.

Es lohnt sich und man taucht für kurze Zeit in die Vergangenheit ein, in der die Grenzsteine große Bedeutung hatten.

Text: Horst Körzinger, Bild H. Rehrauer

Pressebericht PDF-Datei (231 KB)

 

2018 05 12 Grenzsteinw Krebsbach l

von li: Bernd Siebel, Michael Rehrauer, Georg Warning, Rainer Vogel, Horst Körzinger, Hilde Siebel

 

 

LISA unser Maskottchen

2013 hat die Bürgerstiftung im Rahmen eines Malwettbewerbes für alle Nidderauer Grundschüler ein Maskottchen gesucht.

 

Storch LISA

Gewinnerbild "Storch Lisa" von Miriam Heider

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